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Promotions · Episode 10

Sale Price — der Durchstreich, den niemand richtig konfiguriert.

Sale Price ist das Listing-Feld, das bestimmt, ob Käufer einen durchgestrichenen 'War'-Preis neben deinem Live-Preis sehen. Es ist keine Promotion im Seller-Central-Sinne, steuert aber das einzelne sichtbarste Merchandising-Element auf jeder Detailseite. Diese Episode zeigt, wie du es setzt, wie es mit dem List Price interagiert und welche Referenzpreis-Fallen du vermeiden solltest.

8 Min. Lesezeit·Module 1 · Promotions
Fetter orangefarbener Pfeil nach unten über einem horizontalen Preisbalken auf schwarzem Hintergrund — Sale-Price-Metapher.

Sale Price ist das Listing-Feld, das den Durchstreich-Referenzpreis auf deiner Detailseite antreibt. Streng genommen ist er keine Promotion — er sitzt auf dem Pricing-Tab neben deinem regulären Preis und deinem List Price, nicht im Promotions-Menü — aber er steuert das einzelne sichtbarste Merchandising-Element, das Käufer sehen, und sorgloser Umgang damit ist einer der häufigsten Gründe, warum Promo-Programme underperformen.

Diese Episode erklärt, was Sale Price wirklich tut, wie er mit den anderen Preisfeldern interagiert und wie du ihn nutzt, ohne still deinen Referenzpreis zu kannibalisieren.

Die drei Preisfelder

  • List Price — dein veröffentlichter „empfohlener Hersteller-" oder Regalpreis. Die höchste Ankerzahl in deinem Pricing-Stack.
  • Price — was Käufer zahlen, wenn keine Promotion aktiv ist.
  • Sale Price — ein temporär niedrigerer Preis, geplant mit einem Start- und Enddatum, der den Price für das konfigurierte Fenster überschreibt.

Wenn Sale Price aktiv ist, zeigt die Detailseite den Sale Price als Live-Preis und den regulären Price als durchgestrichene „War“-Zahl daneben. Der Käufer sieht beides, und der prozentuale Rabatt wird berechnet und angezeigt.

Was Sale Price tatsächlich anzeigt

Die Durchstreich-Pricing-Oberfläche — diese durchgestrichene Zahl — ist der Ort, an dem der größte Teil des wahrgenommenen Rabatts auf Amazon kommuniziert wird. Coupons rendern ein grünes Flag, aber die durchgestrichene Zahl sagt dem Käufer, wie gut das Angebot ist. Ein Sale Price, der ein sauberes „War 29,90 €, jetzt 19,90 € — spare 33 %“ produziert, liest sich als deutlich stärkeres Angebot als ein 33-%-Coupon, der nur den Live-Preis zeigt.

Für Fenster vor Black Friday und vor dem Prime Day ist ein Sale Price, der zum Start des Events beginnt und einen Tag danach endet, in der Regel der sauberste Weg, den Rabatt darzustellen — gepaart mit dem relevanten Promotion-Mechanismus (Lightning Deal, 7-Day Deal oder PED) darüber.

Die Referenzpreis-Falle

Amazon berechnet den Referenzpreis (der für Deal-Eligibility, für die Durchstreich-Anzeige und für Lightning-Deal-Qualifikation verwendet wird) neu, basierend auf dem niedrigsten Featured-Offer-Preis der letzten 30 Tage. Ein langer Sale-Price-Zeitraum zieht diesen Durchschnitt nach unten.

Praktische Konsequenz: Ein 30-Tage-Sale-Price von 17,90 € auf einem Produkt, dessen regulärer Preis 22,90 € ist, wird Amazon über die Zeit beibringen, dass 17,90 € der reguläre Preis ist. Der nächste Lightning Deal, den du gegen die 22,90-€-Zahl einreichst, wird abgelehnt, weil der Rabatt stattdessen gegen 17,90 € evaluiert.

Nutze Sale Price als taktisches Instrument für kurze Fenster — in der Regel bis zu 7 Tagen — und reserviere längerfristige Preisänderungen für eine tatsächliche Price-Aktualisierung. Die beiden Felder sehen in der Oberfläche austauschbar aus. Für Amazons Referenzpreis-Engine sind sie es nicht.

Sale Price ohne Promotion-Mechanismus darüber

Ein standalone Sale Price — kein Coupon, kein PED, kein Lightning Deal — gibt dir die Durchstreich-Anzeige und sonst nichts. Kein SERP-Badge, kein Today's Deals-Placement, kein Prime-Karussell. Es ist der stillste mögliche Rabatt: Bestehender Traffic sieht den niedrigeren Preis, neuer Traffic sieht nichts anderes.

Das macht einen standalone Sale Price in genau einem Szenario nützlich: wenn du aus operativen Gründen einen temporär niedrigeren Preis für bestehenden Detailseiten-Traffic sichtbar haben möchtest (ein Soft-Launch, ein kategoriespezifisches Fenster, ein B2B-Push), ohne Amazons Promotion- Oberflächen einzubeziehen.

Stacking mit Promotions darüber

Sale Price stackt mit allem. Ein Lightning Deal berechnet seinen Rabatt vom Sale Price, nicht vom regulären Price. Ein Coupon wird auf den Sale Price angewendet. Ein PED wird auf den Sale Price angewendet.

Die nachgelagerte Konsequenz — und hier geht es schief — ist, dass ein 15-%-Coupon auf einen Sale Price, der bereits 25 % unter dem regulären Preis liegt, einen kombinierten Rabatt von 36 % erzeugt. Füge ein Evergreen-5-%-Subscribe-&-Save hinzu und du bist bei 40 %. Keine dieser Mechaniken hat sich einzeln als tiefer Rabatt angekündigt, aber der Stack ist es.

Wende die Regel aus Episode 04 hier mechanisch an: Wenn Sale Price aktiv ist, behandle ihn als Headline-Mechanismus und entferne oder pausiere die anderen für seine Dauer, es sei denn, du hast den kombinierten Rabatt explizit modelliert.

Konfigurationsdisziplin

  • Immer Sale Price mit einem expliziten Enddatum planen. Ein Sale Price ohne Ende ist die häufigste Einzelursache dauerhafter Referenzpreis-Erosion.
  • Fenster kurz halten. 7 Tage oder weniger ist der Standard; 14 Tage ist die Obergrenze; Sale Prices von 30+ Tagen gehören stattdessen ins reguläre Price-Feld.
  • Nach jedem Sale-Price-Fenster den regulären Price mindestens 14 Tage unverändert laufen lassen, bevor das nächste geplant wird. Die Referenzpreis-Engine braucht den Atemraum.
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Episode 10 ansehen: Angebotspreis! (Deutsch)

Der deutsche Walkthrough — Sale Price in Seller Central konfigurieren und wie er mit dem Durchstreich interagiert.

Referenzpreise, automatisch im Blick.

AMALYZE trackt den Live-Sale-Price und List Price auf jeder ASIN — damit der Durchstreich, den Käufer sehen, immer der ist, den du beabsichtigt hast.