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PPC Setup & Umsetzung · Episode 04

Was du wirklich pro Klick zahlst — die Zweitpreisauktion, entmystifiziert.

Amazon fährt eine modifizierte Zweitpreisauktion. Der Gewinner zahlt einen Cent über dem zweithöchsten Gebot, das die Relevanzschwelle überschritten hat. Was das für den Spielraum bedeutet, den du in jedes Gebot einbaust.

10 Min. Lesezeit·Modul 3 · PPC Setup & Umsetzung
Abstrakte Illustration in Orange auf Schwarz für eine AMALYZE PPC-Setup-&-Umsetzung-Episode.

Das Nützlichste, was man über Amazon Sponsored Ads wissen kann, ist: dein Gebot ist nicht das, was du zahlst. Amazon fährt eine modifizierte Zweitpreisauktion. Du setzt ein Maximum, das du bereit bist zu zahlen; was du pro gewonnenem Klick tatsächlich zahlst, ist ein Cent mehr als das nächsthöchste qualifizierte Gebot.

Wie die Auktion Klick für Klick aufgeht

Für jede Shopper-Query stellt Amazon den Pool berechtigter Anzeigen zusammen, bewertet jede mit (Gebot × prognostizierte Klickrate × prognostizierte Conversion-Rate × historische Performance) und sortiert sie. Die top-bewertete Anzeige gewinnt die Top-Platzierung; die zweitbeste die zweite; usw. Der Preis, den jeder Gewinner zahlt, ist das Mindestgebot, das ihm seinen Slot angesichts aller anderen Scores noch gewonnen hätte — typischerweise einen Cent über dem Score der direkt darunter platzierten Anzeige.

Übersetzt: Du kannst 1,20 EUR auf ein Keyword bieten und 0,74 EUR pro Klick zahlen, weil das höchste andere qualifizierte Gebot einem Score von rund 0,73 EUR entsprach. Die 0,46 EUR Differenz sind Auktions-Spielraum, den du nie bezahlt hast.

Warum das verändert, wie du bieten solltest

Weil der Preis vom Zweitplatzierten gesetzt wird, heißt aggressiv bieten nicht zwangsläufig aggressiv zahlen. Es heißt Impressions gewinnen, die du sonst verloren hättest, und dabei nah am Zweitplatzierten-Preis bleiben. Die Kosten eines höheren Gebots sind primär Tail-Risiko in seltsamen Auktionen, in denen der Zweitplatzierte zufällig nah an dir liegt — kein gleichmäßiger Aufschlag auf jeden Klick.

Deshalb endet Modul 2, Episode 24 mit der Spielraum-Regel: Das Gebot sollte über dem Ziel-CPC liegen. Der realisierte CPC wird von Wettbewerbern bestimmt, nicht von dir; dein Gebot ist nur die Obergrenze, die entscheidet, ob du überhaupt teilnimmst.

Was die Relevanzschwelle bewirkt

Amazon versteigert nicht jede Query an den Höchstbietenden. Unter einer bestimmten Relevanz-Bewertung kommen Anzeigen gar nicht in die Auktion — Amazon zeigt lieber keine Anzeige als eine schlechte. Diese Schwelle ist der Grund, warum irrelevante Keywords mit hohen Geboten leise nicht ausgeben. Der Fix ist nicht das Gebot zu erhöhen, sondern die Relevanz zu reparieren (besserer Titel, besseres Keyword, besserer Seiteninhalt).

Platzierungs-Multiplikatoren liegen über der Auktion

Wenn deine Kampagne einen Top-of-Search-Modifikator von +50 % hat, wird dein Gebot speziell für die Top-of-Search-Auktion mit 1,5 multipliziert. Du konkurrierst um diesen Slot mit dem höheren effektiven Gebot; du zahlst weiterhin einen Cent über dem Zweitplatzierten. Der Modifikator erweitert deine Berechtigung, diese Platzierung zu gewinnen; er setzt keinen Boden unter deinen CPC.

Die praktische Konsequenz

Zwei Dinge folgen. Erstens: Sieh dir Ø-CPC vs. Gebot als zentrale Diagnose an — je weiter die Lücke, desto weniger ist das Gebot die bindende Einschränkung. Zweitens: Erhöh nie ein Gebot, weil der CPC niedriger als das Gebot kam; das ist die Auktion, die ihre Arbeit macht, kein Signal, mehr auszugeben.

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Episode 04 ansehen: Was du wirklich pro Klick zahlst (Deutsch)

Das deutschsprachige Walkthrough — die Mechanik der Amazon-CPC-Auktion.

Biete mit der Auktion im Kopf.

AMALYZE zeigt den realisierten CPC neben deinem Gebot — damit du genau siehst, wie viel Spielraum die Auktion liegen lässt.