AMAnews April 2025 — 4-Day Prime Day, TikTok Bid, and New Ad Rules
Amazon announces a four-day Prime Day and places a bid for TikTok USA. This month also brings major changes to ad campaigns, including new targeting, default-on auto-optimizations, and performance-based coupon fees.
Wichtige Erkenntnisse
- Amazon has officially submitted a bid for TikTok's US operations, a potentially massive market shift.
- This year's Prime Day will be a four-day event, predicted to take place from mid-July.
- New Sponsored Products targeting groups are rolling out, but they use a single, unified bid for all keywords in the group.
- Warning: New ad features like 'Optimize your headline' and event-based bid rules are ON by default.
- Coupon fees are being completely overhauled to a performance-based model, making 'always-on' green-badge coupons much more expensive.
- Ships in Product Packaging (SIPP) certification is now simplified for product variations.
Kapitel
- 0:31April 2025 Overview & Highlights
- 2:01Amazon's Bid for TikTok USA
- 3:01Using Opportunity Explorer & Performance Reports
- 6:11New Amazon Brand Builder
- 8:01New Sponsored Products Keyword Targeting
- 11:31Warning: Default-On Ad Optimizations
- 14:34Warning: Automated Event Bidding Rules
- 21:06Coupon & Deal Fee Overhaul
- 23:20Marketplace News: Ireland & B2B Updates
- 26:14Simplified SIPP Certification for Variations
- 27:15Prime Day 2025: 4 Days & Key Deadlines
- 29:45Final Thoughts & A Missing Feature
Der Artikel
Der April macht, was er will, und diese Unberechenbarkeit beschreibt perfekt die Nachrichten dieses Monats. Amazon hat eine Bombe platzen lassen, indem es offiziell in das Rennen um die Übernahme des US-Geschäfts von TikTok eingestiegen ist – ein Schritt, der den E-Commerce grundlegend verändern könnte. Das Potenzial für einen „Buy with Prime“-Button in jedem Video, unter Nutzung der gesamten Influencer- und Live-Shopping-Infrastruktur von Amazon, passt perfekt zusammen und könnte ein Game-Changer sein.
In der Zwischenzeit, zurück auf dem Marktplatz, verlängert Amazon den Prime Day auf beispiellose vier Tage und rollt eine Reihe kritischer, standardmäßig aktivierter Änderungen auf seiner Werbeplattform aus, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Von automatisierten Schlagzeilen-Optimierungen bis hin zu eventbasierten Gebotsregeln – Verkäufer müssen jetzt handeln, um böse Überraschungen zu vermeiden. Lassen Sie uns in die Details eintauchen.
Plattform & Strategie
Zurück zu den Grundlagen: Meistern Sie den Opportunity Explorer & Search Query Performance
Bevor wir zu den neuen Funktionen kommen, eine Erinnerung: Amazon stellt Ihnen die wichtigsten Daten, die Sie benötigen, bereits kostenlos zur Verfügung. Der Opportunity Explorer und der Search Query Performance Bericht sind das Fundament jeder effektiven SEO-Strategie. Der Opportunity Explorer ist Ihr Marktanalyse-Tool, das Ihnen relevante Keywords, Suchvolumen-Trends und 33 weitere Datenpunkte zeigt. Er sagt Ihnen, was der Markt will.
Der Search Query Performance Bericht sagt Ihnen, wo Ihr Listing in diesem Markt steht. Durch den Vergleich der Top-Keywords aus dem Explorer mit Ihren eigenen Leistungsdaten können Sie sofort Lücken erkennen. Wenn „Herrenarmband“ ein Top-Suchbegriff ist, aber in Ihrem Bericht fehlt, wissen Sie, dass Sie dafür nicht relevant sind. Die gemeinsame Nutzung dieser beiden Tools ist der direkteste und kostengünstigste Weg, um Ihren Content und Ihr SEO zu verbessern. Es ist ein Geschenk von Amazon; nutzen Sie es.
Amazon Brand Builder: Eine zentralisierte Checkliste
Amazon hat den „Amazon Brand Builder“ gestartet, ein neues Dashboard, das Marken anleiten soll. In seinem jetzigen Zustand ist es jedoch hauptsächlich eine Sammlung bestehender Empfehlungen und Links zu Programmen, die Sie bereits nutzen sollten. Es ist ein zentraler Hub, der Ihnen sagt, dass Sie A+ Content nutzen, Anzeigen schalten, sich für die Markenregister anmelden, Werbeaktionen nutzen und Ihre Rezensionen lesen sollten.
Obwohl die Präsentation sauber ist, handelt es sich letztlich um eine Zusammenfassung von Hygienefaktoren, die Sie schon vor langer Zeit hätten meistern sollen. Es führt keine neuen Funktionen ein, sondern bündelt bestehende an einem Ort. Es ist nützlich für einen schnellen Check, wird aber Ihre Strategie nicht revolutionieren.
Advertising
In diesem Monat verzeichnet die Werbekonsole die kritischsten – und riskantesten – Updates. Mehrere neue Funktionen sind standardmäßig aktiviert und erfordern eine aktive Abmeldung (Opt-out).
Neue Sponsored Products Keyword-Gruppen
Zuerst bei Sponsored Brands gesehen, halten Keyword-Gruppen nun Einzug in Sponsored Products. Diese Gruppen sollen die Kampagnenerstellung vereinfachen, indem sie Käufer basierend auf breiteren Kategorien der Suchabsicht ansprechen:
- Produktkategorie: Zielt auf beliebte Keywords ab, die Käufer nutzen, um Produkte in derselben Kategorie wie Ihre zu finden.
- Keywords mit Bezug zu Geschenken: Zielt auf Käufer ab, die geschenkbezogene Suchbegriffe verwenden, was für saisonale Events wie Muttertag oder Weihnachten leistungsstark sein könnte.
- Keywords von Marken, die auch von Käufern in Betracht gezogen werden: Zielt auf Keywords und Detailseiten anderer Marken ab, mit denen Käufer interagieren – im Grunde eine eingebaute Kampagne zum Angriff auf Wettbewerber.
Warnung: Diese Gruppen bieten zwar Reichweite, haben aber einen massiven Nachteil. Sie können nur ein einziges, einheitliches Gebot für die gesamte Gruppe festlegen. Dies funktioniert wie eine harte Auto-Kampagne mit noch weniger Kontrolle, da ein Gebot eine breite Palette von Keywords mit unterschiedlicher Leistung steuert. Dies kann die Optimierung extrem erschweren.
KI-Schlagzeilen & automatisierte Regeln sind standardmäßig aktiviert
Zusammen mit dem neuen Targeting gibt es zwei neue automatisierte Funktionen, die bei neuen Werbekampagnen standardmäßig aktiv sind. Die erste ist ein neuer Score für die „Qualität der Werbemittel“, eine einfache visuelle Prüfung, ob Sie Basisfelder wie Logo, Schlagzeile und Bilder ausgefüllt haben.
Wichtiger ist, dass ein neuer Schalter für die automatisierte Schlagzeilen-Optimierung nun standardmäßig aktiv ist. Amazon darf „Teile Ihrer Schlagzeilen neu anordnen oder hervorheben“, um die Leistung zu verbessern. Dies ist ein erhebliches Risiko.
Warnung: Eine automatisch aktivierte Schlagzeilen-Optimierung könnte ernsthafte Folgen haben. Für Marken mit spezifischen Botschaften, Gesundheitsversprechen oder technischen Spezifikationen ist es gefährlich, Amazon Schlagzeilen umschreiben zu lassen. Wie wird es mit einer „Goldkette“ vs. einer „Silberkette“ umgehen? Was, wenn es ein sorgfältig formuliertes Versprechen umschreibt und Sie damit gegen Richtlinien verstoßen? Verkäufer sollten diese Funktion sofort deaktivieren, bis ihre Auswirkungen vollständig verstanden sind.
Noch schlimmer: Automatisiertes Event-Bidding
Das vielleicht alarmierendste Update ist der Rollout automatisierter Gebotsregeln für Shopping-Events. Diese Regeln sind ebenfalls standardmäßig aktiviert. Ein Beispiel zeigt, dass Amazon automatisch alle Gebote vom 1. April bis zum 20. April für Ostern um 46 % erhöht.
Warnung: Diese Funktion ist nicht nur eine einfache verkehrsbasierte Anpassung; Amazon gibt an, dass der Prozentsatz der Gebotserhöhung „auf Ihre Produkte zugeschnitten“ ist und auf der Historie der Conversion Rate basiert. Ganz wichtig: Im Kleingedruckten steht: „Keine manuelle Gebotsverwaltung während des Events.“ Dies impliziert, dass bei aktiver Regel alle anderen Gebotsanpassungen – von „Erhöhen und Senken“-Modifikatoren bis hin zu manuellen Änderungen – entweder deaktiviert sind oder mit dem System in Konflikt geraten. Sie müssen in Ihre Kampagnendetails gehen, um zu sehen, ob eine Regel aktiv ist, und diese deaktivieren, wenn Sie die Kontrolle behalten wollen.
Deals & Aktionen
Das Ende der „billigen“ Coupons: Gebühren werden leistungsbasiert
Amazon gestaltet die Gebührenstruktur für Coupons und Deals komplett neu. Das alte Pauschalgebühren-Modell wird durch ein leistungsbasiertes System ersetzt. Ziel ist es, dass Amazon mehr Geld mit Deals mit hohem Durchlauf verdient. Für Verkäufer bedeutet dies, dass die Kosten viel variabler werden.
Die neue Struktur umfasst eine Vorab-Aktivierungsgebühr plus eine variable Einlösungsgebühr. Beispielsweise könnte ein Coupon nun 0,54 € pro Einlösung plus 1,5 % des gesamten Coupon-Umsatzes kosten. Während einige Deal-Typen eine Gebührenobergrenze haben (z. B. 500 € pro Deal), haben andere überhaupt keine Obergrenze.
Action Item: Diese Änderung wird die Strategie der „Always-on“ 5 %-Coupons beenden. Viele Verkäufer lassen diese geringfügigen Rabatt-Coupons kontinuierlich laufen, nur um das grüne Badge auf der Suchergebnisseite zu erhalten, was die Wettbewerber weiter nach unten drückt. Unter dem neuen Modell der variablen Gebühren wird diese Taktik untragbar teuer. Überprüfen Sie jetzt Ihre Coupon-Strategie.
Marktplatz & Prime Day News
Prime Day 2025: Machen Sie sich bereit für ein 4-tägiges Event
Es ist offiziell: Der Prime Day 2025 wird ein viertägiges Event sein. Nur so kann Amazon weiterhin behaupten, es sei der „größte Prime Day aller Zeiten“. Basierend auf den veröffentlichten Fristen für Deals und FBA können wir vorhersagen, dass das Event Mitte Juli stattfinden wird.
- Wichtige Deal-Fristen:
- Prime Exclusive Best Deals: Müssen bis zum 22. Mai geplant werden.
- Prime Member Promotions: Können vom 23. Mai bis 6 Stunden vor Beginn des Events eingereicht werden.
- FBA Inbound-Deadline: FBA-Sendungen müssen zwischen dem 9. Juni und dem 18. Juni verschickt werden.
- Voraussichtliche Prime Day Termine: Basierend auf diesen Zeitplänen ist zu erwarten, dass der Prime Day 2025 etwa von Montag, dem 14. Juli, bis Donnerstag, dem 18. Juli, laufen wird.
Weitere Marktplatz-Updates
- Amazon.ie ist live: Amazon hat offiziell seinen Marktplatz in Irland gestartet, einem Markt mit etwa 4 Millionen Menschen.
- Vereinfachte SIPP-Zertifizierung: Für Produkte im Programm „Versand in Originalverpackung“ (Ships in Product Packaging, SIPP) ist die Zertifizierung nun einfacher. Wenn die primäre ASIN in einer Produktgruppe (die schwerste/größte) zertifiziert ist, werden ähnliche Variationen (z. B. andere Farben oder Düfte) automatisch zertifiziert. Dies gilt nicht für Flüssigkeiten oder zerbrechliche Artikel.
- Sofortige Support-Umfragen nach dem Anruf: Sie können nun nach einem Support-Anruf in der Leitung bleiben, um sofort eine Zufriedenheitsumfrage auszufüllen, anstatt auf eine E-Mail zu warten. Nutzen Sie dies, um direktes Feedback zum erhaltenen Support zu geben.
Was Seller jetzt tun sollten
-
Auditieren Sie alle Werbekampagnen: Überprüfen Sie sofort Ihre Werbeeinstellungen auf die neuen, standardmäßig aktivierten Funktionen. Deaktivieren Sie „Schlagzeile optimieren“ und alle automatisierten eventbasierten Gebotsregeln, es sei denn, Sie haben eine spezifische Strategie, um diese unter einem kontrollierten Budget zu testen.
-
Überdenken Sie Ihre Coupon-Strategie: Die neuen leistungsbasierten Gebühren machen „Always-on“-Coupons für die Sichtbarkeit viel teurer. Berechnen Sie die neuen potenziellen Kosten und entscheiden Sie, ob diese Taktik für Ihre Marke noch profitabel ist.
-
Markieren Sie sich einen 4-tägigen Prime Day im Kalender: Blockieren Sie die voraussichtlichen Termine vom 14. bis 18. Juli. Achten Sie genau auf die Fristen für die Einreichung von Deals und den FBA-Lagerbestand, um sicherzustellen, dass Sie auf das verlängerte Event vorbereitet sind.
-
Meistern Sie Ihre grundlegenden Tools: Nehmen Sie sich Zeit, um den Opportunity Explorer und den Search Query Performance Bericht zu meistern. Die Erkenntnisse aus der Kombination dieser beiden kostenlosen Tools sind leistungsstärker als viele kostenpflichtige Alternativen.
-
Testen Sie neue SP Targeting-Gruppen vorsichtig: Wenn Sie die neuen Sponsored Products Keyword-Gruppen testen, beginnen Sie mit einem geringen Budget. Die Beschränkung auf ein einziges Gebot macht sie riskant und erfordert eine enge Überwachung, um verschwendete Ausgaben zu vermeiden.
-
Entscheiden Sie sich für Ihre Gebotsstrategie: Da Amazon mehr automatisierte Modifikatoren forciert, die mit manuellen Geboten in Konflikt geraten, müssen Sie eine bewusste Entscheidung treffen. Setzen Sie entweder auf Amazons Automatisierung oder bleiben Sie bei einer manuellen Strategie oder einer Strategie über Drittanbieter, aber mischen Sie diese nicht.
-
Vereinfachen Sie Ihre SIPP-Zertifizierung: Wenn Sie SIPP nutzen, identifizieren Sie Ihre primären Parent-ASINs und lassen Sie diese zertifizieren, damit Ihre Child-Variationen potenziell automatisch zertifiziert werden, was Zeit und Testkosten spart.
Bleib jeder Amazon-Änderung einen Schritt voraus.
AMALYZE macht aus Amazons ständigen Updates konkrete PPC-, Listing- und Analytics-Maßnahmen, die du heute umsetzen kannst.