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FNSKU

FNSKU steht für „Fulfillment Network Stock Keeping Unit" — der Amazon-eigene Barcode, mit dem jede Einheit eines FBA-Produkts im Amazon-Lager eindeutig einer Seller-SKU zugeordnet wird. Ohne FNSKU-Etikett auf der Verpackung kann Amazon eine Einheit nicht versandfertig einlagern.

FNSKUFulfillment Network SKUFBA BarcodeAmazon FNSKUVersandetikett FBA

Die FNSKU (Fulfillment Network Stock Keeping Unit) ist Amazons interner Barcode für jede FBA-Einheit. Sie wird automatisch generiert, sobald ein Produkt für FBA aktiviert ist, und besteht aus einem 10-stelligen alphanumerischen Code (Format: X + 9 Zeichen, z. B. X001ABC123). Jede Einheit, die in ein Amazon-Lager geliefert wird, muss diese FNSKU als gescannten Barcode auf der äußeren Produktverpackung tragen.

Die FNSKU ist nicht zu verwechseln mit:

  • ASIN — Amazons Katalog-ID des Produkts (extern sichtbar)
  • SKU — die interne Lager-ID des Sellers (frei wählbar)
  • EAN/UPC — der globale Hersteller-Barcode (z. B. nach GS1-Standard)
  • ASIN-Barcode — der grafische Strichcode, der die ASIN darstellt

Die FNSKU sitzt eine Ebene tiefer: Sie verknüpft eine konkrete Einheit mit einer konkreten Seller-SKU innerhalb von Amazons Lager-Netzwerk.

Warum die FNSKU existiert

Im Amazon-Lager liegen identische Produkte verschiedener Seller potenziell nebeneinander. Ohne FNSKU müsste Amazon beim Versand entscheiden, aus welcher Seller-Lieferung der Bestand entnommen wird — und Seller A würde sich darüber beschweren, dass seine Einheit für Seller B verkauft wurde.

Die FNSKU löst dieses Problem: Jede Einheit ist eindeutig einer Seller-SKU zugeordnet und kann beim Pick nur für die Bestellungen dieses Sellers herangezogen werden — es sei denn, der Seller wählt explizit „Commingled Inventory" (Mischbestand), bei dem Amazon Einheiten verschiedener Seller pooliert. Mischbestand ist riskant, weil Defekte oder Counterfeit-Einheiten anderer Seller zugerechnet werden können.

FNSKU-Etikettierung

Die FNSKU wird vor dem Versand ins Amazon-Lager auf jede einzelne Einheit aufgebracht. Zwei Optionen:

  1. Seller etikettiert selbst. Der Seller druckt die FNSKU-Etiketten aus Seller Central und klebt sie über den vorhandenen EAN/UPC-Barcode der Verpackung.
  2. Amazon etikettiert gegen Gebühr. Der „FBA Label Service" kostet je Einheit eine geringe Pauschale und ist sinnvoll, wenn der Seller die Produkte direkt vom Hersteller ins Lager schicken lässt.

In beiden Fällen gilt: Der ursprüngliche EAN/UPC darf nicht zusätzlich sichtbar sein — Amazons Scanner liest sonst den falschen Code und ordnet die Einheit dem falschen Listing zu.

FNSKU und Brand Registry

Für Marken in der Brand Registry ist die FNSKU besonders relevant: Eine FNSKU schützt die Einheiten der eigenen Marke vor Vermischung mit identisch aussehenden, aber qualitativ minderwertigen Counterfeit-Einheiten anderer Verkäufer auf demselben Listing. Wer als Markeninhaber FBA nutzt, sollte niemals Commingled Inventory wählen.

Häufige Fehler

  • EAN nicht überdeckt. Ein sichtbarer EAN/UPC parallel zur FNSKU führt zu Scan-Fehlern und Lager-Reklamationen.
  • Falsche FNSKU für falsche Variante. Jede Kind-ASIN einer Variation hat eine eigene FNSKU. Wer alle Varianten mit demselben Etikett bedruckt, produziert garantiert Fehlbestände.
  • Commingled Inventory aus Bequemlichkeit. Spart Etikettierkosten — bis ein Counterfeit-Vorwurf den eigenen Account trifft.
  • Etikett auf der inneren Verpackung. Amazon scannt nur die äußere Versandeinheit. Ein FNSKU innen ist nutzlos.
  • Eigene FNSKU nicht dokumentieren. Bei Nachlieferung oder Reklamation muss die FNSKU verfügbar sein — ein Export aus Seller Central in jeder Bestellrunde gehört zum Standardprozess.

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